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Offene Liste Außenministerium

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Minoritenplatz 8
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
1010 Wien

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Ansprechperson

WIR SIND FÜR EUCH DA! Arad Benkö und Jasmin Hakimzad
1. stv. Vorsitzender d. Dienststellenausschusses Fraktionsvorsitzender

Geschäftszeiten

Jederzeit während der Dienstzeiten!

arad.benkoe@bmeia.gv.at
jasmin.hakimzad@bmeia.gv.at

Aktuelles

Botschafter:innen-Rad

Liebe Kolleg:innen,

heute wurde im Ministerrat das Botschafter:innen-Radl durch die Regierung beschlossen.

Wir freuen uns darüber, dass die Ausschreibung sowie die Entscheidung über das Radl dieses Jahr frühzeitig erfolgt sind. Das gibt eine gewisse Planungssicherheit für das nächste Jahr.

Gleichzeitig bleiben in Bezug auf einzelne Neubesetzungen von Leitungsfunktionen im Ausland offene Fragen bestehen bzw. sehen wir diese als problematisch an.

So etwa entspricht die mediale Vorwegnahme eines Beschlusses des Ministerrates über die Botschafter:innen-Ernennung nicht den Gepflogenheiten unseres Hauses und festigt den Eindruck des Postenschachers in der Öffentlichkeit.

Unsere Hauptforderung nach mehr Transparenz, Fairness und Nachvollziehbarkeit in der Besetzungspolitik ist daher relevanter denn je und bleibt aufrecht. Das beinhaltet auch die Forderung nach Abhaltung von Bewerbungsgesprächen sowie öffentlichen Hearings im Vorfeld von Botschafter:innen-Ernnenungen. Dies vor allem um sich einen Eindruck über die Gesamtpersönlichkeit, die Fähigkeiten, die Motivationen, die Kenntnisse, die Fertigkeiten, die Ausbildung und die Erfahrungen der einzelnen Bewerber:innen zu machen. Wir werden hier auch weiterhin am Prüfstein der Realität gemessen werden.

Als bei den letzten PV Wahlen massiv gestärkte Fraktion, werden wir weiterhin zu diesem Thema wachsam bleiben, uns nachhaltig einbringen und laden Euch ein, mit uns dazu engen Kontakt zu halten und uns Missstände zu melden.

Mandatar:innen, Ersatzmandatar:innen und Unterstützer:innen der Offenen Liste:

Philipp Agathonos, Sansarmaa Bavuudorj, Jaime Bayer, Arad Benkö, Harald Christamentl, Marion Gratt, Jasmin Hakimzad, Gerlinde Jurmann, Stefan Pehringer, Michael Rendi, Johann Spitzer, Alexander Springer, Andreas Stadler, Johannes Strasser, Shoura Zehetner-Hashemi, Thomas Zehetner, Simon Zirkowitsch u.v.m

Israel-Flagge auf Kanzler- und Außenamt: Nicht spalten, sondern Brücken bauen!

Im österreichischen Regierungsprogramm wird gleich zu Beginn des Kapitels Außenpolitik die friedenspolitische Rolle, die Bedeutung der Neutralität sowie die Verankerung Österreichs in den Vereinten Nationen und der Europäischen Union hervorgehoben. Beim Bekenntnis zu einer Zweistaatenlösung im Nahen Osten heißt es: "Der Staat Israel soll in anerkannten und dauerhaft sicheren Grenzen in Frieden neben einem unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat leben können."

Ewa Ernst-Dziedzic, außenpolitische Sprecherin der grünen Regierungsfraktion im Parlament, hat angesichts der schrecklichen Gewalteskalation zwischen Israel und den Palästinensern klargemacht, dass das Hissen der Fahne Israels in dieser Phase des Konflikts nicht geboten sei. Weiters unterstrich sie, dass die internationale Gemeinschaft sich nun verstärkt darum bemühen müsse, wieder einen multilateralen Friedensprozess in Gang zu bringen. Sie spricht dabei wohl einer großen Mehrheit der Österreicher aus dem Herzen, die keinen Sinn in einer Parteinahme in einem internationalen Mega-Dauerkonflikt sehen, zu dessen Lösung die österreichische Außenpolitik im Rahmen ihrer Möglichkeiten beitragen sollte.

Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben in der derzeitigen Situation von Gewalt und Gegengewalt keine Partei ergriffen und angesichts des Horrors für die Zivilbevölkerung zur Waffenruhe auf beiden Seiten aufgerufen. Für Österreich, das schon 2015 seine gesamte Diplomatie zu Recht und erfolgreich für die Iran-Gespräche mobilisiert hatte, steht auch 2021 viel auf dem Spiel, wenn wir helfen wollen, diese gefährliche Eskalation im Nahen Osten zu entschärfen.

Es geht um unsere globale Sicherheit, aber auch um die Sicherheit in Österreich. Die internationalen Spannungen nähren auch im Inland die Radikalisierung extremistischer Gruppen, die zu dem Terrorismus führen kann, den wir am 2. November 2020 in Wien erleben mussten. Eine unerbetene, in ihren Konsequenzen nicht abschätzbare Parteinahme könnte in Zukunft die Interessen von Österreichern im Ausland aufs Spiel setzen: vor allem in Ländern, die aufseiten der Palästinenser stehen. Zum Beispiel sorgen 180 österreichische Soldaten im Auftrag der Vereinten Nationen im Libanon, auf dem Gebiet der Hisbollah, für die Einhaltung eines Waffenstillstands.

Nicht zuletzt müssen wir vermeiden, dass österreichische Botschaften und Einrichtungen im Ausland zum Ziel werden. Wir sind immer noch ein friedliebender Kleinstaat, der vermitteln will und Brücken baut. Genau darin besteht unsere Stärke. (Andreas Stadler, Marion Gratt, 18.5.2021)

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Nachruf auf Botschafter i.R. DDr. Peter Hohenfellner

Wien, am 2. Juli 2020

Botschafter i.R. DDr. Peter Hohenfellner wird heute zu Grabe getragen, verstorben im 81. Lebensjahr. Wir, die Angehörigen des österreichischen diplomatischen Dienstes, die mit ihm zusammengearbeitet haben, und alle, die seinen Ruf und seine Ausstrahlung kennen, verabschieden sich von ihm in aufrichtiger Trauer.

Bot. DDr. Peter Hohenfellner hat meine beruflichen Einstiegsjahre in das Außenministerium seit 1986 maßgeblich betreut, begleitet und geprägt. Er war uns damals „Jungen“ aufgrund seines umfassenden Wissens, seiner großen Erfahrung und freundschaftlichen Verbundenheit Vorbild und Mentor gleichermaßen

Damals war er stellvertretender politischer Direktor und Leiter der Abteilung für Internationale Organisationen. Seine Tür war für uns – nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich – praktisch jederzeit offen.  Wir konnten ohne Voranmeldung an seinem Vorzimmer vorbei durch die offenstehende Tür - auch ohne die damals noch so üblichen Bücklinge und Höflichkeitsrituale – eintreten und unsere Anliegen oder Fragen vortragen. Diese Offenheit und Bereitschaft, auf  Kolleg*inn*en unkompliziert einzugehen und an ihren Sorgen und Nöten Anteil zu nehmen, zeichneten ihn auch als  Personalvertreter aus.

Seine Tätigkeiten als Vertreter der österreichischen Diplomatie waren von großem Engagement und Initiativfreudigkeit in Fragen der Außenpolitik geprägt. Er wirkte maßgeblich an der Umsetzung der seit 1970 von Bundeskanzler Bruno Kreisky eingeleiteten „aktiven Neutralitätspolitik“ mit. Dazu gehörte die erhebliche Erweiterung des österreichischen Vertretungsnetzes und die verstärkte Hinwendung zu Staaten der damals so genannten „Dritten Welt“ sowie die Intensivierung der Kontakte zu den Blockfreien. So war Botschafter Hohenfellner im Ausland fast durchwegs an neuen Botschaften -  mit Ausnahme seiner Tätigkeit in Budapest von 1975 – 78 –  sowie in weiterer Folge bei den internationalen Organisationen in New York tätig: 1974 – 75 als residenter Geschäftsträger in Algiers, 1978 – 81 als der österreichische Botschafter, der die Botschaft in Havanna praktisch auf sich allein gestellt „aufsperrte“ und leitete, und 1982 - 84 als Botschafter im Libanon.  In seiner Zeit als Abteilungsleiter für Internationale Organisationen in Wien 1985 – 88 war er auch der Ständige österreichische Beobachter bei der Bewegung der Blockfreien und erzählte uns oft enthusiastisch und detailreich über seine Beobachtungen und Erlebnisse bei Gipfeltreffen der blockfreien Staaten.

Von 1988 bis 1993 vertrat Botschafter Hohenfellner Österreich bei den Vereinten Nationalen in New York. In der zweijährigen Periode der Mitgliedschaft Österreichs  im Sicherheitsrat 1991 – 92 führte er auch im Mai 1992 den unter den 15 Mitgliedern rotativ wechselnde einmonatige Vorsitz in diesem weltpolitischen Gremium.

Es war die Zeit, als im Zeichen von Glasnost und Perestrojka die Rolle des Sicherheitsrates weg von einem bloßen Weltkriegsverhinderungsinstrument hin zu einem Koordinations- und Verhandlungsorgan für verstärkte internationaler Zusammenarbeit aufgewertet wurde, und sich Österreich in einer Scharnierfunktion als aktiver Vermittler zwischen ständigen und nicht-ständigen Mitgliedern positionieren konnte. Die von UN-Generalsekretär Boutrus B. Ghali 1992 vorgestellte „Agenda für den Frieden“ geht ursprünglich auf eine österreichisch-britische Initiative zurück, im Rahmen derer der UN-Generalsekretär Jänner 1992 aufgefordert wurde, eine Analyse mit Empfehlungen auszuarbeiten, wie die UN-Kapazitäten zu vorbeugender Diplomatie, Konfliktmanagement und Krisensicherung künftig gestärkt und effizienter gestaltet werden können. In seiner Zeit bei den Vereinten Nationen in New York hatte Peter Hohenfellner auch den Vorsitz des 1990 ins Leben gerufenen Irak-Sanktionenkomitees inne, das beispielswiese die Bewilligung der Einfuhr humanitärer und ziviler Güter in den Irak, oder die rechtliche Evaluierung der Mitgliedschaft des Irak in internationalen Organisationen wie auch den Umgang mit vom Irak im Ausland deponierten Vermögenswerten zu beraten und entscheiden hatte. Botschafter Hohenfellner war stets um eine unparteiische Komitee-Führung  bemüht, u.a. auch durch Unterstützung eines Dialogs mit dem Irak, wie er etwa im Rahmen der Wr. Gespräche über das „Oil for Food“-Programm stattfand. Unter seiner aktiven Vermittlung wurde während des österreichischen Sicherheitsrats-Vorsitzes auch die Erklärung des Sicherheitsrates zur Lage der Palästinenser in den Besetzten Gebieten ausgearbeitet.

Aus New York nach Wien zurückgekehrt, leitete er im Inland schließlich bis etwa zur Jahrtausendwende die Politische Sektion im Außenministerium.  Sein Übertritt in die Pension fiel nicht nur mit einer Milleniumswende zusammen, sondern markierte auch das Ende einer Ära im Außenministerium, wie es damals ein leitender Beamter in einem Gespräch formulierte: „das Ende der Ära Hohenfellner“.

Ungeachtet dessen blieb Peter Hohenfellner den Mitarbeiter*inn*en des Ministeriums mit Rat und Tat eng verbunden, wie in den Dankesworten der späteren Außenministerin Karin Kneissl in ihrem Buch „Der Energiepoker: Wie Erdöl und Erdgas die Weltwirtschaft beeinflussen“ 2006 eindrücklich nachzulesen ist.

Wenn Peter Hohenfellner nun endgültig von uns gegangen ist, so wird er in unseren Herzen lebendig bleiben. Ihm, der ohne Panik, vielmehr dynamisch und doch gelassen stets bewegt war, sei gewünscht, dass er nun den Frieden, für den er sich stets so nachdrücklich eingesetzt hat, finden darf. Möge er in Frieden ruhen, in liebevollem Angedenken

Dr. Eva Hager, österreichische Botschafterin in Bangkok, für die Angehörigen des österreichischen diplomatischen Dienstes

Grabrede für Botschafter i.R. DDr. Peter Hohenfellner

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, liebe Familie

An Peters Stelle danke ich Allen so sehr für’s Kommen.

In Peters Testament ist in den dürrsten Worten verfügt, daß diese Beerdigung unter den einfachsten Bedingungen und ohne jeden Aufwand statt zu finden hat. Aber so pragmatisch und klug Peter auch gewesen sein mag, so empfindlich und liebevoll war er auch. Und ängstlich vor emotionalem Mißerfolg. Und so mag es sein, daß diese dürre Verfügung für den heutigen Tag einfach die Angst von Peter abgebildet hat, daß nur wenige zu seiner Beerdigung kommen.

Wie auch immer. Das Testament des promovierten Kirchenrechtlers, der aus der Kirche ausgetreten ist und des promovierten Juristen, der so unglaublich genau war, ist formungültig. Entsprechend treffen wir uns hier heute, um Peter trotz der entsetzlichen Umstände seines Todes inmitten einer weltweiten pandemischen Situation den schönstmöglichen Abschied zu geben. Inklusive einem gemütlichen Mittagessen zu seinen Ehren in einem Wiener Wirtshaus in der nächsten Nähe seines zu Hauses.

Schauen wir kurz noch einmal auf Peters Leben zurück.

Peter Hohenfellner, mein Onkel Peter, ist am 18. oder 19. März in der Promenadegasse 1 im 17. Bezirk verstorben - dort, wo er am 8. März 1939 auf die Welt gekommen ist.

Datum und Umstände seiner Geburt könnten als Ahnung eines schwierigen Lebenslaufes gedeutet werden. Eine Prognose, die sich nachhaltig beweisen sollte.

Peters Eltern Anna und Rudolf Hohenfellner waren beide im Jahr 1893 geboren worden, der Vater ein paar Monate jünger als die Mutter. Beide waren in Peters Geburtsjahr also bereits 46 Jahre alt - in der damaligen Zeit ein Alter, in dem es durchaus normal war bereits mit den Enkelkindern zu spielen. Zum Zeitpunkt der Geburt von Peter hatte auch sein 11 Jahre älterer Bruder Rudolf bereits seinen Platz im Herzen seiner Eltern, im Haushalt und der näheren Umgebung fest etabliert. 

Monat für Monat eskalierte die politische Situation in Österreich nach dem Anschluss, der zunehmenden Nazifizierung und schließlich mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges im September 1939 auch für die Familie Hohenfellner zum Schlechteren.

Während meine Großmutter für eine Beschäftigung als Kontoristin einen Nachweis über ihre Sittenhaftigkeit erbringen mußte - abgestempelt mit dem Hakenkreuz - war ein Ariernachweis auf Grund von Peters jüdischem Großvaters unerreichbar. Die Mitgliedschaft beider seiner Eltern in der sozialistischen Partei Österreichs machte das Leben nicht leichter. Das schiere Überleben war nicht zuletzt Peters Onkel Toni Wagner - dem Bruder von Anna Hohenfellner zu danken - der als Mitglied der NSDAP seine Hand über die Familie Hohenfellner hielt. Schwierige Verhältnisse. Welche persönlichen Spannungen in diesem Familienverbund geherrscht haben - mit seinen radikal unterschiedlichen politischen Einstellungen und gleichzeitig der persönlichen existentiellen Abhängigkeit quo ad vitam - läßt sich heute nicht im Entferntesten mehr vorstellen.

Peters Start in’s Leben war nicht so glücklich, wie man es einem Kind wünscht. Seine Mutter war deutlich älter als andere Mütter – auch wenn sie ihn zur Schule brachte. Je älter Peter wurde, desto knapper wurde das Essen. So knapp, daß die Mutter die strittige Verteilung zwischen den beiden ungleichen Brüdern organisieren mußte.

Trotzdem war Peter ein positives liebendes Kind. Dies gibt auch ein Brief wieder, den Peter am 7. Juni 1946 an seinen Bruder schreibt, in dem er ihm mitteilt, daß er seine Schokolade mit ihm teilen wird und er den Vater vom Bus abholen wird.

Es ist gut möglich, daß es der Bus war, der seinen Vater die letzten Meter aus Sibirien zurück brachte.

Peters großer Wunsch war ebenso wie sein Bruder Arzt zu werden. Auch dies geht aus einem Brief von ihm an Rudolf im März 1953 hervor, in dem er ihm zu seiner Promotion gratuliert und seine Bewunderung für den Fleiß und Erfolg des großen Bruders ausdrückt.

Finanziell war ein zweites Medizinstudium für die Familie nach damaligen dafürhalten allerdings nicht möglich. Alternativ studierte Peter Kirchenrecht und Jura und promovierte in beiden Fächern. Mit seinem glasklaren scharfen Verstand bestand er anschließend die Aufnahmeprüfung in die diplomatische Akademie mit Bestnoten – die Beurteilung von ihm und seinen Cokandidaten haben Katharina und ich letzte Woche selbst einsehen können. Es folgten die ersten Stationen im Auswärtigen Dienst.

1970 kam es dann zur Katastrophe. Peter verursachte einen tödlichen Verkehrsunfall. Ich spreche dies hier heute an, weil Peter entsprechend seiner Möglichkeiten über viele Jahre versucht hatte – jenseits seiner Strafe - gut zu machen, was nicht gut zu machen war. In dem Sinne, daß ich glaube, daß es im Sinne von Peter ist, daß wir uns heute im Angesicht seines Todes des Menschen und dessen Familie erinnern, denen Peter damals so viel Leid zugefügt hat.

Beruflich kam er wieder auf die Beine, weil sein Mentor Bruno Kreisky Peters Schuld als den unglücklichen Unfall, der es war - ebenso wie seine Strafe und seine menschliche Integrität sah und akzeptierte.

Als Botschafter in Beirut erlebte Peter den gewaltsamen Tod seines Freundes an einer Straßensperre. Und den Einschlag einer verirrten israelischen Granate in seiner evakuierten Residenz. Sein Verhältnis zu Israel war entsprechend von einer etwas unterkühlten Korrektheit geprägt. Aber seine Menschlichkeit und sein Humor ermöglichten mit Lachen und Zustimmung zu reagieren, wie ich ihm freudig vor einigen Jahren mitteilte, daß ich in Tel Aviv in die Gesellschaft der Friends of Israel aufgenommen worden war.

Trotz seiner Jugend wurde Peter anschließend als österreichischer Botschafter nach Havanna berufen. In der Zeit des kalten Krieges eine wichtige Position an der äußersten Grenze der westlichen Welt.

1980 besuchten mein bester Freund und ich für drei Wochen Peter in Havanna. Die unfassbare Gastfreundschaft von Peter, der uns über eine weite Reise durch das ganze Land schickte, seine Residenz, die früher der Wohnort des Präsidenten der Bank of America war und sein freundlicher und professioneller Umgang mit der politischen Klasse Kuba’s verdichteten sich zu einem epischen Erlebnis in der besten Tradition Hemingway’s in einer Zeit (der dort ein wunderschönes Haus besessen hatte), in der die Zeit in dieser karibischen Umgebung scheinbar aufgehört hatte zu laufen.

Am österreichischen National Feiertag empfing Peter ungefähr 500 Gäste in seiner Residenz, darunter den Vater von Che Gueverra, mit dem ich mich für circa 2 Stunden intensiv persönlich unterhalten konnte.

Der diplomatische Himmel kannte für Peter keine Grenzen. Von Havanna ging es weiter nach New York als Botschafter bei den Vereinten Nationen. Der Besuch in seiner dortigen Residenz am Central Park zeigte sehr schön, wie bescheiden Peter menschlich geblieben war. In dem circa 400 m² großen Apartment war an persönlichen Gegenständen von ihm fast nichts zu finden außer einem Koffer, einen Waschbeutel und seinen geliebten Büchern. Die zwei philippinischen Haushälterinnen freuten sich jedes Mal wenn ich kam, weil endlich einmal jemand bereit war ein bisschen mehr als notwendig zu essen.

Die berufliche Professionalität von Peter war aus nächster Nähe bei den Sitzungen des Sicherheitsrates zu einer Zeit mit zu verfolgen, in der der erste Irak Krieg begann. Im offiziellen, Publikums-offenen Teil dieser Sitzungen agierte Peter mit kühler und professioneller Härte - Österreich hatte zu diesem Zeitpunkt den temporären Vorsitz im Sicherheitsrat – im inoffiziellen Teil hinter verschlossenen  Türen gelang es ihm mit Intelligenz, Humor und Freundlichkeit nachhaltig eine extrem konstruktive Gesprächsatmosphäre zwischen den extrem kontroversen Parteien zu schaffen.


Die Besuche in New York zeigten jedoch auch in trauriger Klarheit, wie groß das Delta zwischen Peters Allgemeinbildung und meiner war. Zu seinem Entsetzen musste er wiederholt während Taxifahrten zu Shakespeare Theaterstücken oder Mozart Opern feststellen, dass ich wirklich nicht im Thema war. Die literarische und musikalische Ignoranz seines Neffens waren für ihn für wenige Sekunden nicht erfassbar und anschließend suchte er verzweifelt nach einer Entscheidung: nämlich mich unmittelbar aus dem Taxi aussteigen zu lassen oder mir mit äußerster Anstrengung das Thema bis zu Beginn der Aufführung so nahe wie möglich zu bringen. Natürlich hatte er sich jedes Mal für die letztere Variante entschieden und bis heute sind mir die Inhalte dieser Power Sessions bis ins letzte Detail geläufig. Unverzeihbar war natürlich ebenfalls, wenn ich ihm berichtete, dass ich im Foyer der Met ein wahnsinnig hübsches Mädchen kennen gelernt hätte. Jeder weitere Kontakt, Weitergabe der Telefonnummer seiner Residenz etc. wurden sofort strengstens verboten und der Fokus zurück auf die vertiefende Allgemeinbildung gebracht.

Von New York ging es zurück nach Wien. Auch hier lief die Performance von Peter zunächst in der gewohnten Art und Weise weiter: erfolgreich im Beruf und privat sehr balanciert mit seiner damaligen zauberhaften Lebensgefährtin.

Um die Jahrtausendwende musste Peter erleben, dass seine Aversion gegen jede Form von Früherkennung, Vorsorge oder medizinische Interventionen einer radikalen Neureflektion unterzogen werden musste.

Ein kleiner Schlaganfall, der ihn vorübergehend völlig lähmte und den er nur dank der schnellen und besonnenen Hilfe seines Freundes Thomas Meisel, der hier heute auch unter uns ist, überlebte, führte dazu, dass Mediziner und Ärzte in Peters Perspektive eine völlig neue Wertschätzung erfuhren.

Auch Walter Stackl und Clemens Hammer, die hier heute ebenfalls unter uns sind, haben Peter kompetent und liebenswürdig über viele, viele Jahre weit über ihren eigentlichen Auftrag hinaus behandelt und unterstützt.

Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst vereinsamte Peter während der letzten Jahre zunehmend und vermied zuletzt jeden persönlichen Kontakt außer den Kontakt zu mir. Wir telefonierten jeden Sonntag und wenn ich stattdessen an einem Montag oder Dienstag anrief kam als erstes sofort die strenge Ermahnung, Markus ich liebe dich und du weißt: immer sonntags! Er freut sich auch über jede persönliche Begegnung von uns in der Promenadegasse, wo ich ihn am 28. Jänner das letzte Mal gesehen hatte.

 Am Sonntag vor seinem Tod sprachen wir das letzte Mal zusammen und ich meinte Peter, in diesem Fall ist deine Einsamkeit doch eigentlich ganz glücklich, weil du vor Corona geschützt bist. Unwirsch äußerte er sich in einem kurzen Satz über die Überbewertung von Corona und fuhr in seinen Gedanken fort.

Am Dienstag rief mich dann seine Haushälterin an mit der Bitte für gute Stimmung zu sorgen, weil Peter absolut nicht verstehen könnte, dass sie wegen Corona nicht kommen könnte. Und am Donnerstagmorgen sah ich dann auf meinem Handy in der Klinik in Heidelberg, wie ich aus dem OP zurück gekommen war, die zahlreichen unbeantworteten Anrufe aus Wien und die SMS mit der Bitte um Rückruf.

Lieber, lieber Peter du hast immer einen großen Platz in unserem Herzen und meinem. Du warst ein komplizierter Mensch, manchmal scheinbar hart und unnachgiebig, in Wirklichkeit jedoch sensibel, klug und voll mit Liebe, die unglücklicherweise nicht so erfüllt wurde, wie du es verdient hättest.

Ich hoffe und wünsche Dir sehr, dass du jetzt deine Ruhe und deinen Frieden findest. 

Wien, am 2. Juli 2020

Prof. Dr. Markus Hohenfellner

Erinnerungen an Botschafter i.R. DDr. Peter Hohenfellner

Lieber Markus, liebe Familie Hohenfellner, verehrte Trauergäste!

Ich durfte 6 Jahre ab September 1993 Sekretärin von Peter Hohenfellner sein. Ich darf ein paar Erinnerungen an ihn mit Ihnen teilen!

Ich war selbst erst ein knappes Jahr im Amt bzw. seit Januar 1993 bis zum heutigen Tag im Sekretariat des Politischen Direktors. Als Peter Hohenfellner im September 1993 mein neuer Chef wurde, haben mich alle gewarnt! Gewarnt, dass Peter nicht gerade ein einfacher Chef wäre, war ich gespannt, was auf mich zukommt.

Wir waren vom ersten Zusammentreffen an ein Team!

ALLES, was ich in dem Amt gelernt habe, habe ich bei und durch Peter gelernt. Nicht nur administrative Angelegenheiten – nein menschliche Aspekte habe ich von Peter gelernt!

Der Mensch steht im Vordergrund seiner Initiative, die sozialdemokratische Fraktion der Personalvertretung des Amtes zu öffnen – führte zur Gründung der bis heute bestehenden „Offenen Liste“!

Er hat zu Weihnachten unendlich viele, auch tolle, Geschenke von diversen Botschaftern bekommen. Diese wurden bei einer kleinen Feier verlost. Ich habe Lose gebastelt und die wurden dann aus seinem, dem einen, Hut gezogen. Ziehen durften aber nur die „Kleinen“, so nannte er uns Sekretärinnen, Amtswarte und Chauffeure. Ich habe ihn oft wegen dieses Ausdrucks geschimpft… aber das war seine Art, er hat immer auf alle geschaut, aber eben vorrangig auf die Kollegen, die nicht Diplomaten waren! Peter war ein so bescheidener Mensch, so grundehrlich und immer darauf bedacht, dass keiner zu kurz kommt.
Er reiste damals schon sehr viel.

Österreich stand vor dem Beitritt in die Europäische Union. Alle Reisen mussten perfekt geplant und organisiert werden. Damals noch ohne Handy und Mail. Wir vereinbarten einen fixen Zeitpunkt eines Telefonats vom jeweiligen Ort der Dienstreise und dann wurde telefonisch abgearbeitet.

War er in Wien im Büro, gab es strikte Regeln… heute undenkbar! Die Zeit war einfach eine andere!

Ich habe es unendlich bedauert, dass er in Pension gegangen ist. Übrigens war das genau gestern vor 21 Jahren!
Mit Peter Hohenfellner ging eine Ära zu Ende, wir näherten uns dem Jahr 2000 und alles ging schneller, schneller – besser?
Peter hasste den Computer. Doch in seinen letzten Jahren war er Meister im Downloaden von Musik und Büchern.
Als er schon in Pension war und wir uns so ca. 4x im Jahr im Café Bellaria trafen, habe ich ihm gesagt, dass ich den Wunsch hätte, er würde mich beim Vornamen nennen – und was war? Er streckt mir die Hand hin und sagt: „I bin da Peda!“ Oh nein, das wollte ich doch nicht so! Ich wollte, dass wir mit Vornamen per Sie gewesen wären. Ich habe ihn doch so sehr verehrt und geschätzt!

Wir haben das dann aber in guter Manier ausdiskutiert. Er war auch der Einzige, der mich Vroni nennen durfte, obwohl ich das gar nicht mag, aber Peter durfte!

Zum Geburtstag und Weihnachten habe ich Peter immer Liptauer gemacht…

Er war der typische raue Kerl mit weicher Schale! Und leicht hatte er es ja in vielen Dingen auch nicht. Es war halt schade, dass er oft so unnahbar und verschlossen war, dann aber wieder endlos über einen Film, ein Buch oder ein Konzert reden konnte, da gab’s kein Halten!

Praktische Sachen waren ihm ein Gräuel, die Anschaffung einer neuen Waschmaschine hat ihn in wahre Panik versetzt!
Ich wusste, dass Peter bei Bruno Seidlhofer Klavierunterricht hatte, ob als ordentlicher Student oder privat, weiß ich nicht. Jedenfalls hat mir Peter auf meine Frage, warum er denn nicht Pianist wurde, gesagt, dass er das nervlich nicht geschafft hätte und Klavierlehrer wollte er nicht werden… so wurde es die Diplomatie!

Ich bedauere es so sehr, dass Peter die letzten 3 Jahre seines Lebens auch mit mir kaum mehr Kontakt hatte. Darauf angesprochen hat er mir gesagt, er will mich nicht mit den Angelegenheiten eines alten Mannes belasten. Es war mir leider unmöglich, ihm klarzumachen, dass das keine Belastung wäre. Das letzte, was ich von ihm hörte, war voriges Jahr an seinem Geburtstag. Ich erreichte ihn am Telefon. „Vroni, pass auf Dich auf und bleib gsund!“.

Peters größte Angst war, dass er in ein Altersheim muss. So gesehen war es gut. Er konnte bis zur letzten Minute in seiner geliebten Wohnung in der Promenadegasse sein!

Lieber Peter! Ich werde Dich immer in guter, dankbarer und ehrenvoller Erinnerung behalten. Mögest Du nun in Frieden ruhen!

Danke!

Wien, am 2. Juli 2020

Veronica Angerer

Das BMEIA soll Klimaschutz-Pionier werden!

Der Klimawandel hat voll eingesetzt und kann nicht länger ignoriert werden. Der Umgang mit dieser Herausforderung wird unseren Alltag auch am Arbeitsplatz nachhaltig verändern. Auch Österreich hat noch Nachholbedarf.

Die Offene Liste setzt sich daher aktiv dafür ein, dass das BMEIA als Ministerium nachhaltig und klimaneutral wird. Wir unterstützen die MitarbeiterInnen-Initiative „Greening our Ministry“!

Als (noch kleine) Fraktion haben wir bereits erreicht, dass es ein erstes Gespräch mit dem Dienstgeber zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz gab, das zwar noch wenig konkrete Ergebnisse brachte, aber den Beginn eines konstruktiven Dialogs verspricht. Wir haben eine ganze Reihe von Vorschlägen unterbreitet, mit denen wir das Ziel eines umweltschonenden Ministeriums verwirklichen wollen. Als internationales Aushängeschild der Republik haben das BMEIA und seine Vertretungsbehörden gerade auch im Bereich Nachhaltigkeit eine Beispielwirkung. Besonderen Wert legen wir, z.B., auf folgende Maßnahmen:

  • Ernennung einer/s Umweltschutzbeauftragten, die/der im Auftrag des Dienstgebers die Erfordernisse von Klimaschutz und Nachhaltigkeit prüfen und durchsetzen soll
  • Schonender Umgang mit Ressourcen: Mülltrennungssystem einführen, Vermeidung von Plastik und Senkung des Papierverbrauchs.
  • Nachhaltige Mobilität: Verwendung von Dienstfahrrädern, Dienstreisen unter Abwägung der dadurch erzeugten Emissionen, nur mehr Ankauf von Elektrofahrzeugen.

Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Wien, dem ersten Museum, das mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde, und damit auch international in Hundertwasser-Tradition Furore gemacht hat. Ein Vorbild für das Außenministerium!

Stella Avallone und Andreas Stadler gemeinsam mit Sansarmaa Bavuudorj, Marion Gratt, Alexander Springer und Simon Zirkowitsch

Gespräch mit Dr. Heinz Fischer: Die SDGs sind unser Weltregierungsprogramm!

Altbundespräsident Heinz Fischer, Co-Präsident und Co-Gründer des Ban Ki-moon Centre for Global Citizens, war am 12. November, dem 101. Jahrestag der Gründung der Republik, Österreichs auf Einladung der Offenen Liste zu Gast im Außenministerium.

Im Gespräch mit Stella Avallone, Andreas Stadler sowie vielen wortnehmenden KollegInnen analysierte er die außenpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre und berichtete über seine aktuelle Tätigkeit als Co-Vorsitzender des in Wien ansässigen Ban Ki-moon Centers in gewohnt sympathischer und humorvoller Weise.

In den letzten Jahren sei der außenpolitische Grundkonsens in Österreich schwächer geworden. Ein Beispiel dafür sei der UN-Migrationspakt. Die ehemalige Bundesregierung habe im Oktober 2018 eine nicht nachvollziehbare 180-Grad-Änderung in dieser Angelegenheit vorgenommen und sich daher auch berechtigter Kritik stellen müssen.

In Bezug auf die möglicherweise anstehende Schließung des KAICIID in Wien (König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog) unterstrich Altbundespräsident Fischer, dass er dieses Vorhaben für nicht mit dem multilateralen Selbstverständnis Österreichs vereinbar halte.

Zu den Spannungen zwischen west- und osteuropäischen Staaten 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges verwies Heinz Fischer auf die seinerzeit große Begeisterung über die Grenzöffnung. Ein Grund für die vorhandenen Enttäuschungen könnte auch im Umstand liegen, dass die NATO-Erweiterung (laut Russland entgegen ursprünglichen Vereinbarungen) bis an die Grenzen des heutigen Russlands erfolgt sei.

Weitere Themen waren u.a. EU-Erweiterung (insbesondere Lage in Südosteuropa), die Rolle der Zivilgesellschaft und die Bedeutung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen, die ein Auftrag für alle Staaten dieser Erde und ein „globales Regierungsprogramm“ seien, das er selbst tatkräftig unterstützen möchte.

Fischer erzählt auch anekdotisches aus seiner Familiengeschichte – z.B waren seine Eltern Anhänger des Esperanto – dies dürfte auch eine Neugier auf die Welt geweckt haben.

Ein großer Staatsmann hat uns beehrt – und wir danken ihm dafür!

Offene Liste zu Staatsbürgerschaft für Nachkommen von NS-Opfern

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Die Offene Liste begrüßt den einstimmigen Beschluss des Nationalrats, den Nachkommen österreichischer NS-Opfer einen erleichterten Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft zu gewähren. Die aktuelle Initiative kam auf Betreiben der SPÖ und NEOS zustande.

Diese Geste ist eine wichtige Anerkennung für die österreichischen NS-Opfer und ihre Nachkommen. Damit kommt Österreich seiner historischen Verantwortung nach. 

Zusätzlich beschloss das Parlament einen Entschließungsantrag, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, alle Maßnahmen zu treffen, um dem BMEIA die für die Vollziehung erforderlichen zusätzlichen Personal- und Finanzressourcen zur Verfügung zu stellen. Auch diese Entschließung wurde von ALLEN Parteien mitgetragen.

Wir freuen uns!

Mit lieben Grüßen und besten Wünschen !

Offene Liste zum Frauentag

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

gestern konnten wir 550 Krapfen dank der Spenden und Unterstützung vieler KollegInnen verteilen. Besonderer Dank geht an Christian Klaus, Stella Avallone, Karin Hofinger, Michi Müllner, Linda Köhldorfer, Marion Gratt, Patrick Siller, René Amry, Susanne Schmid, Gerlinde Jurmann, Franz Raz, Alexander Springer, Helmut Koller und Paula Hack!

Übrigens: morgen beteiligen wir uns an der Verteilaktion mit Rosen und Infomaterial der Gewerkschaft öffentlicher Dienst aus Anlass des internationalen Frauentages. Die Gleichbehandlung von Frauen, aber auch von Menschen verschiedener sexueller Orientierung, muss auch im öffentlichen Dienst noch über weite Strecken durchgesetzt werden.

Wir melden uns dann (spätestens) wieder vor Ostern mit wie jedes Jahr mit rot gefärbten Eiern. Helfende Hände wie immer willkommen!


Herzlichen Gruß
Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Markus Wawruschka und Shoura Zehetner-Hashemi


Folgt uns auf Twitter @OLSFimBMEIA oder besucht uns auf Facebook!

Gespräch mit NR-Abgeordnete Dr.in Stephanie Krisper Mit Transparenz gegen Postenschacher!

Am 8. November 2019 lud die Offene Liste zu einem Gespräch mit Stephanie Krisper, NR-Abg. der NEOS, zum Thema „Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit - Kernthemen für eine aktive Außenpolitik“. Krisper, Juristin mit Spezialgebiet Menschenrechte und Asyl, gab einen kurzen Überblick und hob u.a. auch das wichtige Thema der Transparenz hervor – insbesondere bei Postenbesetzungen, die durch offizielle Hearings verstärkt werden könnte. Weiters diskutiert wurden Fragen der Meinungsfreiheit und Cybersicherheit sowie Bekämpfung von Desinformation und Hasspostings im Netz.

Als „Überraschungsgast“ kam Helmut Brandstätter zur Gesprächsrunde dazu, der neuer außenpolitischer Sprecher der NEOS im Parlament sein wird. Beide erklärten sich bereit in engem Kontakt mit dem BMEIA zu bleiben.

Offene Liste zu Personalnot und Budget 2020/21, Reformplänen, EU sowie Multilateralem

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

zu Jahresbeginn wollen wir Euch über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen in und um unseren Dienst sowie unsere Haltung informieren.

Personalnöte und Budgetverhandlungen 2020/21: In den letzten Jahren wurden Vertretungsnetz und Personalstand dramatisch reduziert; gleichzeitig hieß es „Weltweit für Sie da“. Wir freuen uns, dass es nun wieder Neuaufnahmen und sogar Neueröffnungen gibt. Wir weisen jedoch darauf hin, dass eine vorausschauende und professionelle Außenpolitik auch ein wesentliches Element österreichischer Sicherheitspolitik ist und fordern daher, dass sich unsere Ministerin massiv bei den Budgetverhandlungen für unser Vertretungsnetz sowie für die Einstellung von zumindest dutzenden KollegInnen in allen Verwendungsgruppen einsetzt. Zehntausende Überstunden, Burn-out und massive psychologische Belastungen, die in der derzeit laufenden arbeitspsychologischen Evaluierung des BMEIA attestiert werden, aber auch die zu erwartende Pensionierungswelle, sind triftige Gründe für eine proaktive Anstellungspolitik!

Reformpläne u.a. der Sektion VI: Wir werden mit Nachdruck darauf hinwirken, dass die sinnvollen Ideen wie z.B. die Verbesserung des Rechtschutzes durch eine eigene Rechtsabteilung, die Schaffung eines eigenen „Family Office“ zur Unterstützung der PartnerInnen (z.B. Spouse-hiring?) und Kinder sowie die Schaffung eines Referats für Personalentwicklung auch realisiert werden. In diesem Zusammenhang bekräftigen wir die fachliche Expertise unserer MitarbeiterInnen und warnen vor einem leichtfertigen „Zukauf externer ExpertInnen“. Unser Statut mit seinen Prinzipien der Rotation und Fürsorgepflicht muss weiterhin der Leitfaden für Reformen sein.

Versetzungen 2019: Wir freuen uns über die frühe Bekanntgabe des Amtsleiter-Rades und hoffen nun auf rasche und transparente weitere Personalentscheidungen. Wir begrüßen, dass bei diesem, wie auch beim A-Rad des Vorjahres, einige bislang nicht berücksichtigte KollegInnen zum Zug kommen. Wir fordern für das nächste Rad eine ehrliche Berücksichtigung unserer Laufbahnprinzipien und auch eine substanziell bessere Kommunikation der Personalverwaltung mit den sich bewerbenden KollegInnen.

Europäische Union, Familienbeihilfe und Konsulargesetz: Wir erinnern an unsere Ablehnung der Indexierung der Familienbeihilfe und die Warnungen vor einem Vertragsverletzungsverfahren der EU, das nun eingeleitet worden ist. Wenngleich die von der schwarz-blauen Bundesregierung geplante, massive Schlechterstellung unserer MitarbeiterInnen in einem Kraftakt abgewendet werden konnte, ist es für uns ein Gebot der Solidarität, darauf hinzuweisen, dass diese Maßnahme nun jene mit voller Wucht trifft, die zu den Schwächsten in der Gesellschaft gehören.
Außerdem hoffen wir - nach Fristversäumung durch die Republik - auf die rasche Umsetzung der EU-Konsular-Richtlinie und dadurch die Verhinderung eines weiteren für die Republik kostspieligen Vertragsverletzungsverfahren. Das neue Konsulargesetz soll mehr Rechtssicherheit und übersichtlichere Vorgaben beim konsularischen Schutz sowie für die Arbeit der KollegInnen des BMEIA im In- und Ausland bei ihrer Arbeit herstellen.

Multilateralismus und Menschenrechte: Angriffe auf die europäische Menschenrechtskonvention sind auch Angriffe gegen die DNA unseres diplomatischen Dienstes. Wir alle verrichten tagtäglich unsere Arbeit in Achtung des Völkerrechts, der Verfassung und der Gesetze. Daher schließen wir uns den Worten unseres Bundespräsidenten zum Internationalen Holocaust Gedenktag an und bekennen uns zum Primat einer auf den Menschenrechten beruhenden Rechtsstaatlichkeit. Immerhin sind wir seit Jänner 2019 wieder Mitglied im UN-Menschenrechtsrat. Wir vertrauen daher, dass unser traditionelles Engagement für Menschen- und insbesondere Frauenrechte kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern dass dieses auch weiterhin im Inland, sowie in unserer Außen- und Entwicklungspolitik seinen Ausdruck findet.

Wir wollen uns alle über das 40. Jahresjubiläum des UNO-Amtssitzes in Wien freuen können.


Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, und Shoura Zehetner-Hashemi


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Andreas Stadler

Vorsitzender der Offenen Liste
Erster stellvertretender Vorsitzender im Dienststellenausschuß
@OLSFimBMEIA
+43 (0) 501150-3986 | Mob: +43 676-8999-3986

Sommerempfang der Offenen Liste am 1. Juli 2019

Liebe KollegInnen,

in diesen turbulenten Zeiten wollen wir uns als verläßliche, positive und solidarische Kraft einbringen und gemeinsam mit Dir/Ihnen unser Ministerium und die Vertretungs-behörden in all seinen inhaltlichen Aufgaben stärken.

Unser Team hat wieder einige Neuzugänge und freut sich auf ein gemütliches Treffen mit Dir/Ihnen und den KolllegInnen aus dem Ausland, die u.a. aufgrund der Konsularkonferenz ohnehin in Wien sind.

Das IIP ist dafür ein genialer Ort des Austauschs, gleich gegenüber der Diplomatischen Akademie, dem jährlichen Austragungsort der Konsularkonferenz.

Unsere Kollege Gerhard Kern, Behindertenvertrauensperson, hat für ein schönes Buffet gesorgt, DJane JLight wird musikalisch abkühlen oder einheizen, je nach Stimmungs- und Wetterlage.

Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit im Dienste eines starken Außenministeriums!

Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Marion Gratt, Jasmin Hakimzad, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Patrick Siller, Markus Wawruschkla und Shoura Zehetner-Hashemi

U.A. bei christian.klaus@bmeia.gv.at wird gebeten

PS.: Wir unterstützen die #EuroPrideVienna2019, einige werden auch mitlaufen bzw. gehen. Folgt den #DiplomatsForEquality und uns auf Twitter @OLSFimBMEIA, Facebook und Instagram.

Unterstützungsspenden bitte auf Konto:

FSG GÖD BMEIA,
UniCredit Bank Austria AG,
IBAN: AT73 1200 0100 0629 5371, BIC: BKAUATWW

Weihnachtsaussendung 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein für die MitarbeiterInnen des BMEIA turbulentes Jahr 2018 geht demnächst zu Ende.

Am 2. Mai beschloss die schwarz-blaue Bundesregierung einen Kahlschlag bei Familienleistungen im Ausland, der uns im BMEIA existenziell bedroht hätte. Die OLSF/FSG richtete gleich darauf einen offenen Brief an unsere Frau Bundesministerin und protestierte als ERSTE Fraktion der Personalvertretung gegen die Streichung der Familienbeihilfe. Der drohende, schwere Schaden konnte schließlich durch die gemeinsamen Bemühungen der Personalvertretung und der Ressortleitung, sowie der GÖD abgewendet werden. Sogar der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes Wolfgang Katzian hat sich für uns eingesetzt! Als EINZIGE Fraktion lehnte die OLSF/FSG bis zuletzt konsequent auch die Indexierung der Familienbeihilfe im Ausland ab und wir freuen uns gemeinsam mit Euch, dass wir uns mit dieser Position durchgesetzt haben. Dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Ebenso bedauerlich waren die Angriffe auf unser Berufsbeamtentum sowie unsere DiplomatInnen im Zusammenhang mit dem UN-Migrationspakt, als der Vizekanzler insinuierte, wir seien auf „Autopilot geschaltete Beamtenapparate“. Die OLSF/FSG positionierte sich verlässlich gegen dieses Beamten-Bashing und forderte die Ressortleitung angesichts persönlicher Anfeindungen rechtsradikaler Kräfte auf, die betroffenen MitarbeiterInnen zu schützen bzw. zu verteidigen.

Ein Rückblick auf das Jahr 2018 bliebe allerdings ohne die Erwähnung positiver Entwicklungen unvollständig: eine bereits seit 2016 von der OLSF/FSG vehement eingeforderte Resolution zur „Personalnot im Auswärtigen Dienst“, die bedauerlicherweise mehrfach am Veto der FCG-Fraktion gescheitert war, konnte im Frühjahr 2018 endlich auf den Weg gebracht werden. Mittlerweile sehen wir wieder Neuaufnahmen, auch wenn dies bei weitem noch nicht ausreicht. Auch die von der OLSF/FSG immer schon geforderte, frühzeitige Ausschreibung von Auslandsposten wurde 2018 unter der neuen Ressortleitung endlich realisiert. Danke!

Gleichzeitig wird deutlich, dass auch der öffentliche Dienst von neuen Belastungen nicht verschont bleibt (12 Stunden Tag und erste Schritte zur 2 Klassen-Medizin). Wie das Beispiel „Familienbeihilfe“ und ÖGB beweist, können wir diese Herausforde-rungen nur mittels Solidarität von und mit anderen ArbeitnehmerInnen erfolgreich meistern. Auch die zu Ende gehende österr. EU-Ratspräsidentschaft hat viele KollegInnen über Gebühr belastet. Hierfür muss es einen Ausgleich geben.

Die OLSF/FSG ruft daher auch für 2019 zu erhöhtem Engagement auf, um „Drüberfahren“, und Personal- und Sozialabbau zu verhindern.

Wir haben eine Meinung und wir werden sie auch verlässlich in Zukunft äußern.

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr wünschen Euch,

Andreas Stadler und Stella Avallone

mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus,

Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian,

Raimund Weinberger und Shoura Zehetner-Hashemi

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Nachlese zum Empfang von Bürgermeister Ludwig für die Bediensteten des BMEIA

Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Am Montag, den 19. November, waren wir auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Wien, Dr. Michael Ludwig, bei einem Mittagsempfang im Rathaus zu Gast. Bereits zum dritten Mal - die vergangenen Einladungen erfolgten noch unter Dr. Michael Häupl - fand diese Tradition der Wertschätzung aller MitarbeiterInnen unseres Hauses statt. Trotz Wintereinbruch und erstem Schnellfall nahmen über 80 KollegInnen aus dem Haus teil! Auch Vertreter der FCG und der Gruppe Ballhausplatz sowie der FSG-GoED schlossen sich an.

Bürgermeister Ludwig bedankte sich in seiner Rede für die professionelle und verantwortungsbewusste Haltung der MitarbeiterInnen des Außenamts und hob den Arbeitsethos unserer Kollegenschaft hervor. Als einer von vier Standorten der Vereinten Nationen sei die Stadt Wien ganz besonders daran interessiert, Multilateralismus zu ermöglichen und fühle sich dem Vienna International Center und allen anderen internationalen Organisationen vor Ort besonders verpflichtet. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass sich Österreich unzweifelhaft sowohl in der UNO, als auch in der EU mit Solidarität einbringe und weiterhin ein glaubwürdiger Partner bleibe. Über den Nichtbeitritt zum UN-Migrationspakt zeigte er sich enttäuscht. Die Stadt Wien möchte auch weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen und Ansprechpartnerin für alle Belange der internationalen Community Wiens sein.

Andreas Stadler, Vorsitzender der Offenen Liste SozialdemokratInnen und FreundInnen, bedankte sich im Namen aller MitarbeiterInnen des BMEIA für die Einladung ins Rathaus und übermittelte die besten Grüße der Frau Bundesministerin, der eine enge Zusammenarbeit des BMEIA mit der Stadt Wien ebenfalls ein großes Anliegen ist.

Die wertvollste außenpolitische Ressource Österreichs sei „Soft Power“, so Andreas Stadler in seiner Rede. Unser Engagement für und in internationalen Organisationen und für die Europäische Integration seien bewährte und unverzichtbare Pfeiler der österreichischen Außenpolitik. Die Offene Liste versteht sich in diesem Zusammenhang als Kraft der Mitte, die proaktiv zu einer bestmöglichen Interessensvertretung Österreichs und damit auch der Stadt Wien im Ausland beitragen möchte. „Wer die Integrität und Loyalität unserer DiplomatInnen kennt, weiß unsere Professionalität zu schätzen,“ so Andreas Stadler abschließend. „In der besten Tradition des österreichischen Beamtentums: Wir haben eine Meinung, und wir sagen sie auch.“

Die Offene Liste: Gute Nachrichten für Eltern sowie Besoldungsreform 2019

Liebe KollegInnen,

gute Nachrichten für uns alle, vor allem aber für werdende Eltern:

Im Rahmen des derzeitigen „Freien Spiel der Kräfte“ im Parlament konnten langjährige Forderungen u.a. der Frauenorganisation des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB-Frauen) für den sozialen Ausgleich, wie der „Babymonat für alle“ oder die volle Anrechnung der Karenzzeiten durchgesetzt werden. Zusätzlich wurde noch eine Dienstrechts-Novelle beschlossen, mit der eine notwendige Reparatur zugunsten der Anrechnung von Vordienstzeiten bei Gehalt und Vorrückungen erfolgt.

Babymonat für alle“: Bisher hatten nur wenige Väter einen Rechtsanspruch auf den Babymonat. Die neue Regelung tritt mit 1. September 2019 in Kraft. Mittelfristiges Ziel sollte als nächstes ein voller Lohnausgleich im Babymonat sein, damit beispielsweise auch finanzschwache (Jung-) Familien profitieren.

Anrechnung der Karenzzeiten: Statt bisher nur 10 Monate, werden jetzt 24 Monate pro Kind der ersten Elternkarenz gesetzlich angerechnet. Auch bei Gehaltsvorrückungen wird die Änderung für alle KollegInnen Vorteile bringen. Die Neuerung gilt für Geburten ab 1. August 2019.

Besoldungsreform 2019 (Berücksichtigung von Vordienstzeiten bei Gehalt und Vorrückungen): Im Rahmen einer Dienstrechts-Novelle 2019 erfolgte eine notwendige Reparatur des Besoldungssystems im Bundesdienst. Österreich wurde nämlich bereits mehrmals vom EuGH verurteilt, weil Vordienstzeiten vor dem 18. Geburtstag nicht bei Gehalt und Vorrückungen berücksichtigt wurden. In den Jahren 2015 und 2016 wurden dann mit einem neuen Gesetz bestehende MitarbeiterInnen in ein neues Dienstrecht übergeleitet. Wenig überraschend entschied der EuGH allerdings im Mai 2019 wieder, dass Österreich gegen das Verbot der Altersdiskriminierung verstoße. Mit dem einstimmigen Beschluss im Nationalrat werden die durch das alte System diskriminierten KollegInnen entschädigt.

Wir freuen uns, dass mit diesen Beschlüssen zahlreiche Vorteile für unsere KollegInnen erreicht werden konnten. Es ist ein Zeichen von mehr sozialer Gerechtigkeit. Wir danken daher all jenen, vor allem dem ÖGB und seinen engagierten Mitgliedern, die diese Neuregelungen möglich gemacht haben! 

Gründe genug, einen mutigen Schritt vorwärts zu setzen und Mitglied bei der GÖD/ÖGB zu werden! Aber auch wir als DIE OFFENE LISTE freuen uns über Zuspruch und Mitarbeit. Wir suchen weiterhin KollegInnen, die sich freiwillig und engagiert einsetzen und mit uns kandidieren bzw. unsere Mandate und KandidatInnen unterstützen! DIE OFFENE LISTE steht für: fair, verlässlich, solidarisch; gestalten wir gemeinsam unsere Zukunft!

Andreas Stadler & Stella Avallone mit René Amry, Sansarmaa Bavuudorj, Marion Gratt, Paula Hack, Jasmin Hakimzad, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Linda Köhldorfer, Michaela Müllner, Franz Raz, Andreas Rendl, Irene Schauer-Larimian, Patrick Siller, Johannes Strasser, Markus Wawruschka, und Shoura Zehetner-Hashemi

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UN-Migrationspakt

Auch die Offene Liste SozialdemokratInnen und FreundInnen im Aussenministerium erkennt die Flüchtlings- und Migrationsbewegung der letzten Jahre als große Herausforderung, die u.a. das neue Parteiprogramm der SPÖ mit dem Motto „Integration vor Zuzug“ aufnimmt: JA zum Recht auf Asyl und Menschenrechten, NEIN zu unregulierter Arbeitsmigration. Daher bedauern wir zutiefst - ebenso wie Bundespräsident Alexander van der Bellen - die am 31. Oktober 2018 getroffene Entscheidung der Bundesregierung, dem UN Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration (sog. „UN-Migrationspakt“) nicht beizutreten und keinen österreichischen Vertreter zur UN-Konferenz nach Marrakesch am 10./11. Dezember zu entsenden.

Diese Vorgehensweise widerspricht dem Leitbild des „effektiven Multilateralismus“, den Österreich zu Recht bewirbt. Als UN-Amtssitzstaat, der im kommenden Jahr die Feierlichkeiten zum 40jährigen Jubiläum des Vienna International Center (VIC) begehen wird, treten wir für eine Kontinuität des Konsenses in der österreichischen Außenpolitik über alle politischen Lager hinweg ein.

Österreichische DiplomatInnen haben diesen Pakt professionell, weisungsgemäß und zeitweise federführend namens der Europäischen Union mitverhandelt und sie waren nicht „auf Autopilot geschaltet“. Ein Nichtbeitritt würde einen Bruch mit unserem außenpolitischen Erbe seit 1955 darstellen und stellt auch die Handschlagsqualität und Professionalität unserer hochwertgeschätzten Diplomatie in Frage. Und dieser Schritt findet auch keineswegs ungeteilte Zustimmung der ÖsterreicherInnen, die in den letzten Jahrzehnten mehrfach Flüchtlingswellen konstruktiv bewältigt haben.

Als Personalvertretung stellen wir uns daher hinter jene Kolleginnen und Kollegen, die diesen Pakt für Österreich verhandelt haben. Loyal, im Interesse unseres Landes und unserer UN-freundlichen, außenpolitischen Tradition verpflichtet.

Offene Liste auch für sur-place Bedienstete

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

es ist schon erstaunlich: Unsere politische Mitbewerberin, die ÖVP-Fraktion Christliche Gewerkschafter (FCG) hat in den letzten Tagen eine Werbebroschüre an alle sur-place-Bediensteten im Haus versandt, in der sie vorgibt, sich für die Interessen dieser Gruppe einzusetzen und sogar behauptet, die BMEIA-Leitlinien für den sur-place-Dienst „durchgesetzt“ zu haben. Das ist, freundlich gesagt, eine Verdrehung der Tatsachen, und im Klartext eine Anmaßung.

Hier kurz die Fakten zur Erinnerung:

  • Die ÖVP ist seit 32 Jahren für die Führung des Hauses praktisch allein verantwortlich.
  • Die ÖVP/FCG verfügt seit zehn Jahren über die Mehrheit in der Personalvertretung.
  • Um den ÖVP-verordneten Sparkurs umzusetzen, hat die FCG der Umwandlungen von hunderten von Stellen für Entsandte in sur-place-Arbeitsplätze zugestimmt (etwa 450 Umwandlungen in den letzten zehn Jahren)
  • Die Offene Liste hat diese Umwandlungen von Arbeitsplätzen immer abgelehnt. Gleichzeitig sind wir aber auch dagegen, die entsandten Bediensteten und die sur-place-MitarbeiterInnen gegeneinander auszuspielen. Faire Arbeitsbedingungen und respektvoller Umgang müssen für alle Bediensteten gelten. Die bereits aufgenommenen sur-place-Mitarbeiter haben darauf genau dasselbe Recht wie alle anderen Angehörigen des BMEIA.
  • Um diese Ziele durchzusetzen, entstanden auf Initiative der Offenen Liste im Jahr 2016 die „Leitlinien für die Beschäftigung von sur-place Bediensteten im BMEIA“

Daher fordern wir weiterhin (wie schon in unserer Aussendung vom März 2019):

  • mit Österreich vergleichbare Gesundheits- und Sozialleistungen für jede sur-place-Kraft inklusive mitversicherbaren Angehörigen
  • gerechte Bezahlung und regelmäßige Gehaltsanhebungen mit fortdauernder Anstellung und guter Arbeitsleistung
  • mehr Anerkennung und respektvolle Behandlung, Motivation für langjährige sur-place-MitarbeiterInnen durch Einladung zu Schulungen in die Zentrale

Die Offene Liste steht für Inklusivität und Durchlässigkeit und gegen das von der ÖVP/FCG geförderte Kastensystem im BMEIA. Wir sind für alle über 2000 MitarbeiterInnen des BMEIA in der Zentrale und an allen Vertretungsbehörden da.

Bei weiteren Fragen stehen gerne zur Verfügung.

Stella Avallone, Andreas Stadler und das gesamte Team der Offenen Liste

Einladung zur Dokumentation „Die Dohnal“ im Gartenbaukino am 8. März 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Anlässlich des internationalen Frauentags am Sonntag, den 08. März 2020, laden wir euch herzlich zu einer Vorstellung des seit kurzem in den Kinos angelaufenen Portraits der ehemaligen österreichischen Frauenministerin, Johanna Dohnal, ein.

Die Dokumentation „Die Dohnal“ setzt einer Ikone der österreichischen Politik und Frauenbewegung ein Denkmal und schafft eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen.

Johanna Dohnal war seit 1956 in der SPÖ aktiv, ab 1979 Staatssekretärin für Frauenfragen, von 1990 bis 1994 Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und damit die erste Feministin in einer europäischen Regierung.

In all diesen Funktionen hat sie weitreichende Erfolge für die Rechte von Frauen erzielt: von der strafrechtlichen Verfolgung der Vergewaltigung in der Ehe und der Gründung des ersten Frauenhauses bis zur Anrechnung von Kinderzeiten in der Pensionsreform.

Vor allem aber war Johanna Dohnal eine Politikerin mit Haltung und Herz.

Die Vorstellung findet am Sonntag, 08. März um 17.00 Uhr im Gartenbaukino (Parkring 12, 1010 Wien) mit einem anschließenden Gespräch mit Regisseurin Sabine Derflinger statt.

Bei Interesse einer Karte bitte bis zum Dienstag, 03. März an sansarmaa.bavuudorj@bmeia.gv.at  antworten.

Herzliche Grüße vom gesamten Team der Offenen Liste Außenministerium

Offene Liste zur Begrüßung von Bundesminister Alexander Schallenberg

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

lieber Alexander Schallenberg!

Wir freuen uns, dass mit Dir wieder jemand aus unserem Hause mit einer Regierungsverantwortung betraut wurde! Auch Karin Kneissl hat sich sehr für unser Haus engagiert und u.a. beigetragen, die angekündigte Streichung der Familienbeihilfe und des Familienbonus für unsere MitarbeiterInnen im Ausland abzuwenden. Ebenso hat sie sich gegen die Verabschiedung Österreichs vom „effektiven Multilateralismus“ (siehe u.a. den UN-Migrationspakt, den unsere Kolleginnen loyal verhandelt hatten) – gestemmt. Den Kampf um die Beibehaltung der Familienbeihilfe haben wir gewonnen, zum glaubwürdigen Multilateralismus und zur pro-europäischen Haltung der Vorbilder Bruno Kreisky und Alois Mock (siehe das heurige 40-jährige UNO-City Jubiläum) ist es noch ein weiter Weg.

Wir gehen durch eine Übergangsphase, in der dennoch wichtige Entscheidungen zu treffen sind. Die geplatzte Koalitionsregierung hat versucht, eine „Steuerreform“ auf Kosten von uns Beamtinnen und Beamten zu verabschieden. Auch uns im Außenministerium droht(e) der uns bekannte Rasenmäher von minus 1%, d.h. de facto bis zu minus ca. 20% bei den sogenannten Ermessensausgaben.

Du weißt selbst, dass unsere MitarbeiterInnen seit Jahr und Tag diese Republik im Ausland mit Engagement, Verlass und Over-Committment (ein Begriff aus der arbeitspsychologischen Evaluierung unseres Hauses) tragen. Das Außenministerium war in den letzten zehn Jahren mehr als andere von Sparmaßnahmen betroffen: Vertretungsbehörden wurden geschlossen, wenige andere mit unzureichender Personalausstattung eröffnet, Kulturforen eingegliedert, Arbeitsplatzbewertungen reduziert, Erhaltungsarbeiten an Gebäuden gestoppt, Neubauten hinausgeschoben, Sachkredite aufs Minimum reduziert, Schulungen und Zuschüsse für Sprachkurse gestrichen.  

Dieses Kaputtsparen und die Personalnot sind unerträglich. Wir kämpfen mit ernsten gesundheitlichen Problemen der MitarbeiterInnen sowie unserer Familien. 

Das Außenministerium muss unseren österreichischen MitbürgerInnen einen glaubwürdigen konsularischen Service und Schutz anbieten können. Außenpolitik ist aber auch Sicherheitspolitik!

Österreichs „Soft Power“ als konstruktives und proaktives Land in einer unruhigen Welt kann auch wieder positiv auffallen. Dafür brauchen wir ausreichend ausgestattete Vertretungsbehörden und Fachabteilungen.

Wir zählen darauf, dass auch Du Dich in den nächsten Monaten für unsere MitarbeiterInnen und unsere Infrastruktur einsetzen wirst und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit! 

Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Markus Wawruschka und Shoura Zehetner-Hashemi

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Nachlese zur Klausur der OLSF am 19. Oktober 2018 im Bruno Kreisky Forum

Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Unser Arbeitstreffen der MandatarInnnen und UnterstützerInnen der OLSF war auch heuer wieder ein großer Erfolg! Im gediegenen und modernistischen Rahmen der Bruno Kreisky Villa folgten uns am letzten Freitagnachmittag unerwartet viele unserer KollegInnen: angesichts des eisigen Windes der Bundesregierung ist vielen eine starke Personalvertretung mit gesellschaftlichem Engagement ein persönliches Anliegen.

Andreas Schieder, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses im Parlament und Spitzenkandidat der SPÖ für die Wahlen zum Europaparlament, kritisierte die Inhaltsleere, Eitelkeit und Selbstdarstellung des ÖVP-Parteiobmannes und der Bundesregierung, mit der Skandale und Sozialabbau übertüncht werden. Gerade in einer Zeit der großen weltweiten Herausforderungen, ist nationaler Egoismus der falsche Weg. Auch Österreich brauche eine aktive Europapolitik u.a. im Kampf gegen Steuerschlupflöcher und für eine bessere Umweltpolitik zur Bewältigung des Klimawandels. Auch forderte er mehr Engagement, Geld und Personal vor allem im Bereich der Entwicklungs-zusammenarbeit.

Alma Zadic, Abgeordnete zum Nationalrat der Liste Pilz für Außen-, Europa- und Integrationspolitik verwies auf Umfragen, wonach die Mehrheit der ÖsterreicherInnen ein liberales bis progressives Weltbild habe. Insbesondere in gesellschaftspolitischen Fragen wäre der Zusammenhalt aller fortschrittlichen, weltoffenen Kräfte wünschenswert. Sie würdigte ausdrücklich die ausgestreckte Hand der Offenen Liste zu NEOS, den Grünen und auch der Liste Pilz, die sie für ihre Liste ebenfalls gerne in Anspruch nimmt.

Stefan Seebauer ist der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter. Seine Warnung war klar: auch wenn der Abwehrkampf um die Beibehaltung der Familienbeihilfe für die Auslandsbediensteten derzeit gewonnen ist, muss auch die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst wachsam und kampfbereit sein. Der Angriff auf selbstverwaltete Gesundheitskassen, denen die OECD hervorragende Leistungen bescheinigt, kommt einer Verstaatlichung mit dem Ziel der parteipolitischen Umfärbung nahe. Die Einführung des 12-Stundentages ist ein Rückschritt für die Rechte der ArbeitnehmerInnen und ihrer Familien!

Liebe Kollegin, lieber Kollege! 

Wir haben viele Eurer Anliegen vertiefen können. Nach Jahren der personellen Ausdünnung müssen wir nun für Neueinstellungen kämpfen! Unsere nachdrückliche Forderung nach transparenten und fairen Postenbesetzungen hat bei der neuen Ressortleitung schon einige Fortschritte verzeichnen können; dennoch müssen wir weiterhin für eine volle Durchsetzung unserer Mitwirkungsrechte kämpfen. Allerdings wird es dafür auch notwendig sein, dass wir nächstes Jahr wieder die Wahlen gewinnen und damit auch die einflussreichen VertreterInnen in den Besetzungskommissionen bestimmen können.

Auf meinen Aufruf hin haben sich viele Sur-Place MitarbeiterInnen direkt bei mir gemeldet: ihr Hauptwunsch ist die bessere Anbindung an die Zentrale. Mehr Engagement und Loyalität dem BMEIA gegenüber können Sur-Place Kräfte gar nicht beweisen. Wir werden verstärkt ihre Anliegen auch gegenüber der Personalverwaltung vertreten!

Wir freuen uns auch, dass viele neue MitarbeiterInnen im BMEIA unserem Ruf gefolgt sind, um sich gewerkschaftlich und gesellschafts- wie außenpolitisch positiv einzubringen. Wir wollen diesen Weg gemeinsam gehen und dadurch weiterhin die treibende Kraft bleiben!

Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Raimund Weinberger und Shoura Zehetner-Hashemi

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Glückwünsche für Aloisia Wörgetters und Gerald Eidherrs Reise nach Minsk!

Unterstützungsspenden bitte auf Konto:

FSG GÖD BMEIA,

UniCredit Bank Austria AG,

IBAN: AT73 1200 0100 0629 5371, BIC: BKAUATWW

PS: Der Wiener Bürgermeister, Dr. Michael Ludwig, und die Offene Liste laden ALLE MitarbeiterInnen des BMEIA am Montag den 19. November zu einem Mittagsempfang ein. Save-the Date, Fortsetzung folgt.

Besuch Weltmuseum Wien

Am 11. April war die Offene Liste SozialdemokratInnen und FreundInnen zu Besuch im Weltmuseum Wien. Das Weltmuseum Wien ist ein ethnographisches Museum und beherbergt einige der weltweit wichtigsten außereuropäischen Sammlungen. Es wurde zwischen 2014 und 2017 von Grund auf neu konzipiert und hat sich in dieser Phase auch stark mit dem Thema „Museum im Wandel“ und der Bedeutung ethnologischer Museen für eine moderne Gesellschaft auseinandergesetzt.

Während der einstündigen Führung durch das Herzstück des Museums – die Schausammlung, die sich in 14 Sälen wie eine Kette der Geschichte aneinanderreiht – wurde den TeilnehmerInnen ein spannendes und sehr zeitgemäß interpretiertes Bild unterschiedlicher geschichtlicher Epochen vermittelt.

Besonders beeindruckend war der Schausaal, der sich mit dem Thema „Im Schatten des Kolonialismus“ auseinandersetzt. Zwischen 1500 und 1920 geriet die Mehrzahl der Weltbevölkerung unter Fremdherrschaft. Diese war durch Ausbeutung und Konflikte geprägt. Vor diesem Hintergrund entfalteten die ethnographischen Museen im 19. und 20. Jahrhundert ihre volle Blüte und prägten stereotype Vorstellungen von untergehenden oder kolonialisierten Kulturen. Moderne Museen haben es sich zum Ziel gemacht, diese Stereotype wieder abzubauen. Im Fall des Weltmuseums ist das auch hervorragend gelungen.

Als weltoffene RepräsentantInnen Österreichs ist uns der Blick über kulturelle Grenzen hinweg ein besonderes Anliegen. Wir haben uns daher sehr über die zahlreiche Teilnahme der KollegInnen an diesem hochinteressanten Ausflug gefreut.

Zu guter Letzt wünschen wir allen KollegInnen frohe Ostern und erholsame Feiertage!

Wir bleiben weiterhin die treibende Kraft.

Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Raimund Weinberger und Shoura Zehetner-Hashemi

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Offene Liste zur Steuerreform

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,
(und liebe Kollegin, lieber Kollege),

Alle zwei Jahre gibt es Verhandlungen über ein Doppelbudget. Und jede neue Bundesregierung versucht auch eine „Steuerreform“ zuerst auf Kosten von uns BeamtInnen und Beamten durchzusetzen: Dieselben, die seit Jahr und Tag diese Republik mit Engagement, Verlass und Over-Committment (ein Begriff aus der letzten arbeitspsychologischen
Untersuchung unseres Hauses) zum Wohle aller StaatsbürgerInnen tragen.

Nun soll wieder auf Kosten der Republik und der Sicherheit ihrer StaatsbürgerInnen nach dem Rasenmäherprinzip gespart werden:

https://diepresse.com/home/innenpolitik/5621713/Das-schwierige-Sparen-fuer-die-Steuerreform

Das Außenministerium war in den letzten zehn Jahren mehr als andere betroffen: Vertretungsbehörden wurden geschlossen, andere mit unzureichender Personalausstattung eröffnet, Kulturforen eingegliedert, Arbeitsplatzbewertungen reduziert, Erhaltungsarbeiten an Gebäuden gestoppt, Neubauten hinausgeschoben, Sachkredite aufs Minimum reduziert, Zuschüsse für Sprachkurse gestrichen. Die Personalnot wird unerträglich. Wir kämpfen mit ernsten psychischen Problemen der
MitarbeiterInnen sowie unserer Familien, weil: „Wir sind weltweit für Sie da“.

Wir hatten immer und haben weiterhin als einzige Fraktion der Personalvertretung den Mut, auf diese Mißstände hinzuweisen und eine Umkehr einzufordern. Das BMEIA ist ausgeblutet, da gibt es nichts mehr zu holen.

Außenpolitik ist zu allererst auch Sicherheitspolitik! Wir brauchen wieder Österreichs „Soft Power“ als konstruktives und proaktives Land in einer unruhigen Welt. Wir brauchen ausreichend ausgestattete Vertretungsbehörden und Fachabteilungen.
Unsere Diplomatie und unser Know-how können auch wieder nützliche Dienste erweisen, in vielen Konflikten, bei der kulturellen sowie der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Die Ressortleitung hat angekündigt, sich nach Jahren des Sparens für strukturelle Verbesserungen einzusetzen.

Die MitarbeiterInnen des Hauses nehmen Sie, Frau Bundesministerin, und unseren Herrn Generalsekretär beim Wort und vertrauen auf einen erfolgreichen Ausgang der Budgetgespräche.


Herzlichen Gruß
Andreas Stadler und Stella Avallone mit René Amry, Gerlinde Jurmann, Gerhard Kern, Christian Klaus, Helmut Koller, Michaela Müllner, Franz Raz, Irene Schauer-Larimian, Markus Wawruschka und Shoura Zehetner-Hashemi

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Nachlese zum Get-together der OLSF am 25. September 2018

Rund 20 neue Kollegen/innen, quer durch alle Verwendungsgruppen, haben unsere Einladung zu einem Kennenlernen angenommen.

In seinem Opening-Statement hat unser Fraktionsvorsitzender Andreas Stadler ausgeführt, für welche Werte die Offene Liste SozialdemokratInnen und FreundInnen steht und was von ihr zu erwarten ist. Vor allem beim brennenden Thema einer Indexierung der Familienbeihilfe und beim Familienbonus, hat er einmal mehr die kritische und ablehnende Haltung der Offenen Liste bekräftigt. Die Strukturen und die Tätigkeiten der Personalvertretung wurden von ihm erläutert, und alle Interessierten vor allem auch mit Hinweis auf die im November 2019 bevorstehenden Personalvertretungswahlen, zum aktiven Mitmachen eingeladen. Auch auf die Wichtigkeit eines GÖD-Beitritts, und Rechtsschutz durch diese große Solidargemeinschaft wurde hingewiesen.

Die zahlreich erschienenen Funktionäre/innen und Aktivisten/innen der Offenen Liste stellten ihren Einsatz im Rahmen der Personalvertretung vor.

Bei der Fragerunde bot sich dann für die neuen Kollegen/innen die Möglichkeit sich selbst kurz vorzustellen. Vor allem im persönlichen Gespräch danach haben wir einige interessante Ideen gehört und Persönlichkeiten kennengelernt. Festzustellen war reges Interesse an der Offenen Liste, im Speziellen aber entsprechende Neugierde an Namen und Gesichtern unserer Bewegung. Wir sind uns bewusst, dass wir nur mit offenem Zugehen auf die Neuen in unserem Außenministerium stärker werden und die Wahlen nächstes Jahr gewinnen werden können.

Das Gelingen dieses Get-Together motiviert zur Vorbereitung der Fraktionsklausur am 19. Oktober im Bruno Kreisky Forum. Wir halten Euch am Laufenden!